Chronische Dyspnoe ist definiert als Dyspnoe, die länger als einen Monat dauert. Bei etwa zwei Dritteln der Patienten mit Dyspnoe ist die zugrunde liegende Ursache eine kardiopulmonale Erkrankung. Eine genaue Diagnose ist unerlässlich, da die Behandlung je nach Grunderkrankung unterschiedlich ist. Asthma, Herzinsuffizienz, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Lungenentzündung, Herzischämie, interstitielle Lungenerkrankung und psychogene Ursachen machen 85 Prozent der Patienten mit diesem Hauptsymptom aus. Die Anamnese und die körperliche Untersuchung sollten die Auswahl der ersten diagnostischen Tests wie Elektrokardiogramm, Röntgenaufnahme des Brustkorbs, Pulsoximetrie, Spirometrie, vollständiges Blutbild und Stoffwechselpanel leiten. Wenn diese nicht schlüssig sind, sind zusätzliche Tests angezeigt. Formelle Lungenfunktionstests können erforderlich sein, um eine Diagnose von Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder interstitieller Lungenerkrankung zu stellen. Die hochauflösende Computertomographie ist besonders nützlich für die Diagnose von interstitiellen Lungenerkrankungen, idiopathischer Lungenfibrose, Bronchiektasen oder Lungenembolie. Echokardiographie und natriuretische Peptidspiegel im Gehirn helfen bei der Diagnose einer Herzinsuffizienz. Wenn die Diagnose unklar bleibt, können zusätzliche Tests erforderlich sein. Dazu gehören Beatmungsperfusionsscans, Holter-Überwachung, Herzkatheterisierung, Überwachung des pH-Werts der Speiseröhre, Lungenbiopsie und Herz-Lungen-Belastungstests.

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