Bei Ihrem ersten TMS-Termin bestimmen wir die ideale Stimulationsintensität (oft als „Motorschwelle“ bezeichnet) und das anatomische Ziel für die Platzierung der Magnetspule. Diese elektromagnetische Spule erzeugt ein Magnetfeld, das speziell auf den linken dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC) abzielt, den Bereich des Gehirns, der für die Stimmungsregulation verantwortlich ist. Durch eine Behandlungsspule erzeugt das TMS-Therapiesystem hochkonzentrierte Magnetfelder, die sich sehr schnell ein- und ausschalten. Diese Magnetfelder ähneln denen, die von einem Magnetresonanztomographen (MRT) erzeugt werden. Diese Magnetfelder wirken nicht direkt auf das gesamte Gehirn; sie reichen nur etwa 2-3 Zentimeter in das Gehirn direkt unter der Behandlungsspule. Wenn sich diese Magnetfelder in das Gehirn bewegen, erzeugen sie sehr kleine elektrische Ströme. Diese elektrischen Ströme aktivieren Zellen im Gehirn, von denen angenommen wird, dass sie Neurotransmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin freisetzen. Da angenommen wird, dass Depressionen das Ergebnis eines Ungleichgewichts dieser Chemikalien im Gehirn sind, kann TMS dieses Gleichgewicht wiederherstellen und somit Depressionen lindern. Obwohl eine Sitzung ausreichen kann, um die Erregbarkeit des Gehirns zu verändern, ist die Linderung der Symptome normalerweise erst in der dritten Behandlungswoche spürbar.

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